Over The Edge ist eine aktionsreiche, humorvolle und chaotische Serie aus den Jahren 2004 – 2006. Die Folgen liefen auf Oberberg TV und als media-x-vision Video-on-demand.

Over The Edge ist eine aktionsreiche, humorvolle und chaotische Serie aus den Jahren 2004 – 2006. Die Folgen liefen auf Oberberg TV und als media-x-vision Video-on-demand.

vinyl dreht sich
in unserer zimmerluft,
die noch nach nächten riecht.
/
ein knacken zwischen den tracks,
wie kurz vorm bassdrop,
in einem club,
der uns
bis zum morgen hält.
/
du im hoodie,
die haare zerzaust,
von club zu club in der nacht,
im beat dieser stadt,
mit dem song,
der uns nicht loslässt.
/
ich lehne
an der wand,
lese deinen mund
wie liner notes.
/
du ziehst mich
in die rillen zurück,
wir drehen weiter,
wir lassen nicht nach,
kein stopp,
nur laut.
/
der abend vergeht,
aber der song bleibt endlos,
während die platte leer weiterläuft.
/
wir zwei,
im groove gefangen,
weil wir
in unserem refrain
versinken.
/
vinyl dreht sich.
–
frederik rentrop
köln, 2004
Digitale Abstraktion (2004) zum Sandboarding am Monte Kaolino. Fließende Linien und transparente Formen übersetzen Bewegung über Sand und Wasser. Eine visuelle Hommage, in der Geschwindigkeit Form annimmt.
Die Stadt kocht,
rennt, tropft und brennt.
Die Musik rockt in
Bars, Clubs und Hallen.
Alles klingt nach Jetzt,
selbst was erst morgen ist.
Wir hören nur:
Weiter, weiter, weiter.
Logos wie Kicks, dazu fünf Flaschen Bier:
Das Raster bleibt stabil.
Literatur mit uns an der Bar:
Kritzelei auf Bierdeckeln, lauter als der DJ.
Cut. Weiter.
Ausstellungen wechseln
schneller, als wir blinzeln:
Auf, zu,
neu.
Wir stolpern:
vom Kickertisch zu Groove Attack,
dann in den Park.
Auf den Ringen: mit Augen.
Graffiti brutal auf Metall.
Jeder Waggon: ein Screen.
Jeder Zug: ein Beat.
Wir lesen den Takt.
Kölsch im Stehen,
Pizza im Gehen.
Wir fressen die Nacht,
die Nacht frisst zurück.
Layout der Straßen:
unruhig, chaotisch, aber lesbar.
Dann der Rhein:
Breit, kühl und unbeeindruckt.
Er schweigt,
wir hören alles.
Dann der Keller:
Drum’n’Bass wie Maschinen.
Bass. Snare. Bass. Snare.
Weiter.
Mädchen: Ironie im Blick,
zwischen Kuss und Rausch,
zwischen Flirt und Crush.
Jeder will was sagen,
jede hat was zu sagen.
Nah, laut, alles richtig.
Taschen voller Zettel:
Texte, Bilder, Nummern, Herzen.
Herzen zu schnell:
Beats, Blicke, Lichter, Stimmen.
Jetzt!
Frederik Rentrop
Köln, 2003
Du gehst vor,
ich folge nah.
Wir teilen diesen Beat,
und was er antreibt,
wenn du
leise laut bist.
Wir nehmen uns alles,
und wenn wir wieder atmen,
verbrennen wir's.
Frederik Rentrop
2003
Digitale Abstraktion (2003) über das Gleiten auf Eis. Kristalline Formen in Weiß und Blau mit erdigen Einschlüssen. Ein Spiel zwischen Geometrie und Bewegung.
