Ein Journalzyklus.
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Der Keilruf erscheint. Siehst du? Es steht noch die Wand, und das Licht trifft den Schall. Im Stand still daran. Siehst du? Nun siehst du. Hast weniger zu allem als darüber gebracht.
Die Kleider an Leinen schon nicht mehr nass, und der Wind drückt die Tropfen ebenso sanft vorbei.
Es steht noch die Wand.
Das Licht giert ein wenig im Hier, und die Tropfen behalten alles für sich.
Frederik Rentrop, 2026

ein remix aus texten, begriffsminiaturen und lyrik-bruchstücken. sie dreht sich. das vinyl auch. zwei kräfte. ich dazwischen. eine literarische montage über sucht, nähe und entscheidung.
Es spiegelt sich seltsam im Glas,
die Form entzieht sich dem Blick.
In Schichten gebrochen, unsichtbar,
zerfällt der Umriss zu Schleiern.
Kein Halt in der Fläche, kein Griff,
doch jedes Detail drängt nach Grund.
Die Leere füllt sich mit Ahnung,
die Fülle verläuft in Schweigen.
Ein Wille, der nicht wählen kann,
ein Zug, ein Drang, ein Ganzes –
ein Atem hält, dann löst er sich,
das Maß verliert sich im Entgleiten.
Farbwert – schon ausgehungert.
Die Haut liegt still über Knochen.
Der Spiegel lügt – lügt leise –
zeigt Fülle, dann Zuviel, dann nichts.
Sättigung – schon übervoll.
Die Haut gedehnt bis zur Grenze.
Der Spiegel lügt – lügt laut –
zeigt Leere, dann Zuwenig, dann nichts.
Frederik Rentrop
2025